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Marinestützpunkt Olpenitz

Historie

Zwischen 1964 und 2006 galt Olpenitz als einer der wichtigsten Stützpunkte der Bundesmarine. Direkt an der Schleimündung entstand ein komplett neu angelegter Hafenbereich mit Kasernen, Versorgungseinrichtungen und Liegeplätzen. Die Spuren dieser Zeit sind bis heute sichtbar.

Zu den Unterkünften

Heute noch sichtbar: Spuren der Marinezeit

Auch wenn das Gelände heute weitgehend zivil genutzt wird, lassen sich einige Relikte der früheren Nutzung noch gut erkennen. Besonders auffällig ist die Form des Hafenbeckens – tief eingeschnitten, geschützt und mit direktem Zugang zur Ostsee. Viele der damaligen Strukturen wurden später umgebaut, einige blieben in ihrer Grundform erhalten.

Zu den sichtbar gebliebenen Elementen zählen:

  • Das große Hafenbecken mit breiter Einfahrt zur Ostsee
  • Die markante Mole, die bis heute als Wellenbrecher dient
  • Reste militärischer Gebäude, teils umgebaut oder überbaut
  • Zufahrtswege und alte Straßenführungen, oft noch im Originalverlauf
  • Ein Gedenkstein am Rand des Geländes, der an die Marinezeit erinnert

Die heutige Nutzung mischt maritime Freizeitwelt mit Vergangenheit. Wer genau hinschaut, entdeckt beim Spaziergang durch das Ostseeresort noch immer Spuren der einstigen Funktion – eingebettet zwischen modernen Ferienhäusern und Promenaden.

Zwischen Schlei und Ostsee gelegen

Olpenitz liegt an einem besonderen Punkt der Küste: Am Übergang zwischen der Schlei, einem langen Ostseefjord, und der offenen Ostsee. Genau hier entstand der Marinestützpunkt – eingebettet in eine Landschaft aus Wasser, Wind und Weite. Die geografische Lage war strategisch günstig: gut erreichbar, geschützt gelegen, aber dennoch mit direktem Zugang zum Meer.

Noch heute ist dieser Charakter spürbar. Der Blick von der Hafenmole reicht bis weit aufs Wasser hinaus. Bei klarem Wetter erkennt man die Küstenlinie von Schleimünde und das Leuchtfeuer am Horizont. Richtung Süden öffnet sich die Schlei – ein ruhigeres Gewässer mit Segelbooten, Anglern und sanften Ufern.

Wie der Marinehafen entstand

Bevor das Gelände zum Stützpunkt wurde, war es ein naturbelassenes Feuchtgebiet – das sogenannte „Schleinoor“. Diese Flachwasserzone lag geschützt zwischen Schlei und Ostsee und wurde ab 1959 grundlegend verändert. Ziel war es, einen modernen Marinestützpunkt mit direkter Seeverbindung und eigenem Hafenbecken zu schaffen.

Der Bau erfolgte in mehreren Schritten:

  • 1959–1964: Umgestaltung des Geländes, massive Erdarbeiten und Küstenschutzmaßnahmen
  • Neubau des Hafenbeckens: Tiefeinschnitt in das Schleiufer, mit Mole und Kaimauern
  • Zugang zur Ostsee: Eine künstliche Einfahrt ersetzte den natürlichen Übergang
  • Erschließung des Geländes: Straßen, Gebäude, Energieversorgung – alles wurde neu angelegt

Die Bauphase war ein tiefgreifender Eingriff in die Natur, wurde damals aber als notwendig für die militärische Infrastruktur bewertet. Der erste Liegeplatz war 1964 fertig – danach nahm Olpenitz rasch an Bedeutung zu.

Zentrale Rolle für die Bundeswehr

Der Marinestützpunkt Olpenitz war kein klassischer Kriegshafen, sondern ein logistisches Zentrum. Die Hauptaufgabe lag in der Versorgung und Unterstützung der Schiffe, die hier lagen oder regelmäßig anlegten. Dazu gehörten Reparaturen, Ausrüstung, Nachschub und medizinische Versorgung – ein umfassender Betrieb im Hintergrund.

Die deutsche Marine nutzte den Standort über Jahrzehnte hinweg, besonders für Verbände aus dem Bereich der Schnellboote und Minenabwehr. Port Olpenitz war in dieser Zeit ein fester Begriff in der militärischen Planung – besonders wegen seiner geschützten Lage und der Nähe zu strategisch wichtigen Seegebieten.

Die Infrastruktur wurde dafür genau zugeschnitten:

  • Liegeplätze mit Zugang zur offenen Ostsee
  • Werkstätten für technische Wartung
  • Lager für Munition und Ausrüstung
  • Sanitätsbereich für Notfälle und Routineversorgung
  • Verwaltungsgebäude und Unterkunftsbereiche

Die letzten Jahre des Stützpunkts Olpenitz

Zwischen 1964 bis 2006 war der Stützpunkt Olpenitz aktiv – über vier Jahrzehnte lang diente er als Marinestandort im Norden der Bundesrepublik. Doch mit dem Ende des Kalten Krieges veränderten sich die Strukturen der Bundeswehr grundlegend. Viele Standorte wurden auf den Prüfstand gestellt, so auch der Hafen an der Schleimündung.

Bereits 1993 sprach eine Kommission die Empfehlung aus, Olpenitz zu schließen. Zunächst blieb der Betrieb bestehen, doch die Weichen waren gestellt. Die letzten stationierten Einheiten wurden schrittweise verlegt, die Zahl der Beschäftigten sank deutlich.

2004 kam die endgültige Entscheidung: Der Standort sollte aufgegeben werden. Zwei Jahre später – 2006 – wurde der Betrieb eingestellt. Der Hafen war nun kein militärischer Bereich mehr. Das Gelände fiel in einen Übergangszustand, bevor es später neu entwickelt wurde.

Vom Stützpunkt zum Ostseeresort Olpenitz

Nach dem Ende der militärischen Nutzung blieb das Gelände einige Jahre brach liegen. Große Flächen, leere Gebäude, verwaiste Kaianlagen – mitten in bester Küstenlage. Die Größe des Areals und die besondere Lage zwischen Schlei und Ostsee machten den Ort jedoch schnell interessant für neue Konzepte.

2009 begann die Umwandlung in ein maritimes Feriengebiet. Das Projekt „Port Olpenitz“ setzte auf eine Mischung aus Ferienhäusern, Anlegern, Gastronomie und Infrastruktur für Urlaubsgäste. Die alten Gebäude verschwanden nach und nach, neue Architektur zog ein – das Gelände bekam ein komplett neues Gesicht.

Trotzdem lässt sich an vielen Stellen noch erkennen, wie weitläufig der ursprüngliche Hafen einmal war. Der Grundriss, die Mole, die Hafenstruktur – sie prägen das Bild bis heute.

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Radfahren an der Ostsee

Ferien in Olpenitz – Am Wasser wohnen mit Port54°

Olpenitz liegt nur wenige Minuten von Kappeln entfernt – einer kleinen Stadt mit Hafen, Klappbrücke und charmanten Gassen. Wer Urlaub in Olpenitz macht, erlebt beides: Ruhe direkt am Wasser und lebendige Küstenatmosphäre gleich nebenan. Das frühere Stützpunktgelände ist heute ein Feriengebiet mit eigener Marina, Badestellen und freien Blickachsen auf die Ostsee.

Wir von Port54 bieten Dir eine Auswahl an Ferienhäusern und Ferienwohnungen direkt im Ostseeresort. Viele davon liegen unmittelbar am Wasser, mit Terrasse, Balkon oder eigenem Bootsanleger. Manche Unterkünfte stehen dort, wo früher militärisch gearbeitet wurde – heute sorgen sie für Erholung, Abstand und eine frische Brise.

Von hier aus bist Du in wenigen Minuten in Kappeln, am Weidefelder Strand oder mitten auf dem Wasser. Ob als Familie, Paar oder mit Hund – Olpenitz ist ein Ort mit Vergangenheit, der heute Platz für Urlaub bietet.

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